Die Geschichte des "Kanuverein Wasserwanderer Hagen e.V." 

Der Kanuverein Wasserwanderer Hagen 
wurde am 29.06.1958 gegründet. Eine Gruppe von 14 Kanuten hatte damals den Wunsch, sich gezielt dem Kanu-Wandersport zu widmen und unabhängig von den Rennsportabteilungen anderer Vereine die speziellen Interessen der „Wasserwanderer“ zu verwirklichen.


In der Anfangszeit hatte man ein Vereinsgelände am Fuße der Hohensyburg. Dort wurde das Wochenende im Zelt verbracht und man befuhr hauptsächlich die Ruhr, Weser und die Ems. Aber auch die Lenne, die direkt vor der Haustür liegt und auch heute noch bei Hochwasser ein beliebtes Paddelziel ist, stand auf dem Programm. Es wurden aber nicht nur heimische Gewässer befahren. 

Bereits im Gründungsjahr zog es die Wasserwanderer auf den Chiemsee, den Inn, Rhein, Neckar und die Kössener Ache. Mit dem damaligen Bootsmaterial eine Leistung, die heute noch unseren Respekt verdient.

1963 wurde auf der Mitgliederversammlung beschlossen ein eigenes Bootshaus zu bauen. Dieser Beschluss veranlasste mehrere Mitglieder zum Austritt. Trotzdem ließ man sich nicht aufhalten. Es wurde ein geeignetes Gelände gesucht und am heutigen Standort gefunden - Jahre später ein weiterer Teil hinzugewonnen. Gleichzeitig wurden die Bootshäuser befreundeter Vereine besichtigt und Ideen gesammelt. 1965 fand dann endlich die Grundsteinlegung und 1967 das Richtfest statt. 
Pünktlich zum 10jährigen Vereinsjubiläum 1968 konnte das Bootshaus eingeweiht werden. Der Bau wurde von ca. 20 Mitgliedern in Eigenleistung durchgeführt.

In den 70er Jahren wurde zusammen mit dem Yachtclub Harkortsee eine Segelregatta ausgerichtet. Hiermit sollte in Zusammenarbeit mit dem DKV die Verbreitung der Segelkanus gefördert werden. Die ungünstigen Verhältnisse führten jedoch zur Einstellung der Regatta.

Gepaddelt wurde in dieser Zeit natürlich auch. Der Rhein, die Weser und in der Urlaubszeit die Flüsse in den Alpen waren beim KVW Hagen sehr beliebte Ziele. Schon damals war die Standardstrecke vieler Wasserwanderer KVW bis Wetter und zurück. Eine Strecke, für deren häufigste Befahrung innerhalb einer Saison heute eine Auszeichnung, die „Kette“ verliehen wird. Wer diese damals wohl bekommen hätte? 

Mit dem Bootsmaterial, vom Falt- zum Polyesterboot, änderten sich auch die Flüsse. Möhne, Ennepe und Volme wurden nun auch häufiger gefahren. Das Wildwasserboot war „nur“ noch 4 Meter lang. Und als die ersten „Kurzboote“ (Topolino) auf den Markt kamen, war es dann auch möglich den „Nahmer Bach“ zu paddeln. Dabei war der ursprüngliche Gedanke beim Kurzboot, nur mehr Platz beim Hallentraining zu haben.

Der Kanute lässt sich bekanntlich weder von geographischen noch von politischen Grenzen aufhalten. Und so knüpften unsere Rentner bereits vor dem Mauerfall Kontakte in die damalige DDR. Als der Eiserne Vorhang dann endlich fiel erweiterte der KVW Hagen sein Paddelrevier. Der Spreewald und die Mecklenburger Seenplatte sind immer wieder beliebte Ziele. Aber auch an die Elbe, nach Coswig/Anhalt wurden schnell Kontakte geknüpft. Und beim Gegenbesuch meinten unsere Coswiger Kanufreunde nur:

„Paddeln auf der Ruhr,
ist die Freude pur,
paddeln auf der Elbe,
ist genau das selbe!“

Schon der Vereinsgründer Helmut Theilemann verstand den Kanuwandersport als familienfreundlich. Und so sehen wir uns in dieser Tradition auch heute als familienfreundlicher Sportverein.